Solidarität
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Foto - Romy, Timo, Colin

Romy G. (12), Heiden, liest gern und ist gern draussen.


Timo K. (12), Heiden, mit österreichischen und deutschen Wurzeln, ist ein begabter Handballer und trifft sich gern mit anderen.


Colin R. (12), Heiden, Schweizer und Österreicher Wurzeln. Er mag interessante (!) Bücher, liebt die Natur, ist Jachtenfan.

v.L.n.R

 

> Interview: Videogrundlage

 

"Wenn man solidarisch ist, wird man eingeladen"

 

Was bedeutet Solidarität für dich?
Timo: Der Begriff heisst einander helfen und menschlich sein.
Romy: Kameradschaft.
Colin: Es bedeutet zu den Ausgeschlossenen halten.

Wo könnt ihr Solidarität konkret umsetzen?
Timo: Man kann mit jemandem ohne Fernseher über den Film vom Vortag sprechen, damit er weiss, worums ging.
Colin: Generell bei Aussenseitern.
Timo: Bei Kleineren, die von Grösseren fertiggemacht werden.

Welche Möglichkeiten gäbe es sonst noch?
Romy: Wenn in der Schule durch eine ungerade Zahl jemand allein ist, kann man fragen, willst du mit mir in die Pause kommen.
Timo: Im Sport können es immer einige nicht so gut. Ein dicker Mitschüler kann heute bei den Fünfminutenrennen joggen. Früher musste er gehen.
Romy: Er ist jetzt ein sehr guter Handballgoalie.
Colin: Wenn jemand nicht gut klettern kann oder wegen jedem ... weint, sagen wir, komm mit, machen selber ein wenig langsamer und schauen auf ihn.

Wo wäre Solidarität nötig?
Timo: In Afrika, wo alle Hunger und Durst haben. Es gibt genug Quellen, aber sie sind verdreckt. Auch genug Geld hätten sie. Aber die Europäer nehmen es ihnen weg.
Romy: Man sollte in den ärmeren Ländern dafür sorgen, dass die Reicheren ein bisschen weniger haben.
Colin: Man sollte mehr teilen, damit alle ungefähr auf dem gleichen Niveau sind.
Timo: Nicht dass den Reichen noch mehr Geld hinterher geworfen und den Kleinen immer mehr weg genommen wird.
Colin: Die Reichen haben auch Probleme miteinander. Sie bluffen sich, wer den grösseren Fernseher hat.
Romy: Die einen streiten um Geld.
Colin: Die anderen um Wasser.
Timo: Die Reichen leben eh schon gut. Wenn sie die Hälfte abgeben, hätten sie selbst etwas davon. Sie würden weltberühmt und eingeladen.

 

Kennt ihr jemanden, den ihr speziell solidarisch findet?
Timo: Bill Gates gibt immer viel Geld für Afrika. Er hat ja immer noch genug.
Romy: In Heiden baute ein Ehepaar eine Villa. Sie sind aber auch solidarisch.
Colin: Uns kauften sie einmal viele Rosen fürs Blaue Kreuz ab. Dann wurden wir eingeladen und bekamen Glace.
Timo: In unserer Strasse verkauft einer Geschäftsautos, die erst dreijährig sind und um 70'000 Franken kosteten, für 10'000. Er unterstützt nicht unbedingt Pro Juventute, dafür tut er sonst Gutes.

Wodurch wird Solidarität eigentlich verhindert?
Colin: Manchmal fehlt der Mut, wie etwa im Fall eines Siebtklässlers, der sich wie ein Erstklässler verhielt. Eine Kollegin musste immer für ihn schauen.
Romy: Dem Mädchen war es einfach peinlich, mit dem Aussenseiter, der viel kleiner als sie wirkte, durch ein Einkaufszentrum zu laufen.
Timo: Wenn jemand nichts mehr hat, weil er sein Geld für schöne Kleider und ein schönes Auto rauswirft, würde ich ihm nicht unbedingt etwas geben.

Erinnert ihr euch an Vorfälle, wo die Solidarität fehlte?
Timo: Es gibt Leute, die sagen, du bist nett, einen aber, wenn es drauf ankommt, nicht kennen oder sagen, der ist wahrscheinlich nicht nett, er sieht auf jeden Fall so aus.
Colin: Wenn mein bester Kollege in der Schule nicht aufpasst oder schwatzt, denke ich, jetzt musst du mal zuhören. Ich warne ihn auch und sage, dass wir das in der Pause besprechen können.
Romy: Eine meiner Kolleginnen hat es gern lustig, was eigentlich gut ist. Aber manchmal will ich aufpassen. Dann gehe ich auf Distanz.

 

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