Humanität
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Foto - Ramona, Eva, Michael

Ramona K. (14), Herisau, ihre Hobbys sind Einradfahren und draussen sein.


Eva J. (15), Herisau, spielt Gitarre, hört gern Musik, reitet und ist im Blauring aktiv.


Michael U. (16), Herisau, spielt Eishockey beim SC Herisau.  Sein Hobby ist Sport.

v.L.n.R

 

> Interview: Videogrundlage

 

"Mobbing ist auch eine Form von Unmenschlichkeit"

 

Was bedeutet Humanität für dich?

Ramona: Mir kommen die Menschenrechte in den Sinn sowie die Art, wie man die Mitmenschen und sich selbst behandelt. Menschlichkeit ist, niemandem etwas zuleide zu tun, nicht gemein zu sein, und dafür zu sorgen, dass es anderen Menschen auch gut geht.

Eva: Humanität bedeutet anderen helfen, Nächstenliebe und Toleranz, mit anderen gut umgehen.

Michael: Humanität heisst, miteinander umgehen zu können. Sklaverei beispielsweise ist nicht Menschlichkeit. Ohne Humanität würde die Welt nicht bestehen. Es gäbe viel zu viel Krieg und Mord.


Wo könnt ihr Humanität konkret umsetzen?

Eva: Wo man mit Menschen in Kontakt kommt - eigentlich überall.

Michael: Jeder sollte bei sich anfangen. Wenn ichs nicht mache, tuts der Nächste auch nicht.

Ramona: Ja. Man sollte jedem Menschen, bei dem es möglich ist, helfen, ob er in Afrika, in der Schweiz oder in anderen Ländern wohnt.

 

Wo habt ihr euch selbstschon eingesetzt?

Ramona: Wir machen in der Schule jetzt wieder etwas für Terre des Hommes. Das Geld ist für Frauengruppen bestimmt, damit die das Essen erhalten, das sie tatsächlich benötigen.

Eva: In der Blauring-Jungwacht führen wir einen Wassertag mit Sponsoren durch. Mit der Gitarrengruppe spielen wir gelegentlich für Terre des Hommes auf der Strasse.

Michael: Wir sammelten in der fünften Klasse Geld. Statt alles nur im Fernsehen anzuschauen, kann man auch selber hingehen und vor Ort etwas umsetzen, etwa für Kinder Häuser bauen oder kochen. Das würde mich interessieren.


Kennt ihr jemanden, den ihr speziell menschlich findet?

Ramona: Mein Lehrer unternimmt seit 25 Jahren sehr viel Wohltätiges.

Michael: Ich kann nicht gerade jemanden nennen, aber es könnte jeder sein.

Eva: Beim Schnuppern in sozialen Organisationen lernte ich ganz viele tolle Leute kennen, die sich das Leben lang für andere engagieren.

 

Was verhindert eigentlich die Menschlichkeit?

Ramona: Es kann der Egoismus sein. Einige Leute merken es wohl gar nicht, wenn es Leuten in ihrem Umfeld oder in einem Entwicklungsland nicht gut geht.

Eva: Egoismus ist der Hauptgrund. Manche Leute denken, die Benachteiligten sind selber schuld, ich habe es mir ja auch selbst erarbeitet. Sie sehen nicht, dass nicht alle die gleichen Möglichkeiten haben, je nach Land, Familie oder Herkunft.

Michael: Es liegt auch an der Habgier - dass einige Leute alles haben wollen. Teils stehen Vorurteile dahinter wie bei der Sklaverei, wo man glaubt, die sind eh nichts Besseres und dafür geboren, für uns zu arbeiten.


Erinnert ihr euch an Vorfälle, wo die  Menschlichkeit fehlte?

Ramona: So viele reiche Leute könnten so viel tun. Wir von der Mittelschicht spenden hingegen sehr viel, denn wir stehen den Betroffenen näher. Auch Rassismus ist unmenschlich - für mich das Unterste, zum Beispiel wenn dunkelhäutige Menschen nicht in Klubs rein können.

Eva: Leute in hohen Positionen, die sehr viel beeinflussen könnten, verletzen die Menschlichkeit oft, gerade bei Kriegen. Ich kann Krieg, besonders in armen Ländern absolut nicht verstehen. Das ist auch purer Egoismus. Diejenigen, die den Krieg auslösen, gehen ja nicht selber hin. Eine Form von Unmenschlichkeit ist auch Mobbing oder das Zusammenschlagen von Leuten - kleiner als Krieg zwar, aber ebenfalls nicht unbedeutend.

Michael: Mir kommen die Weltkriege in den Sinn. Zu viele Leute mussten für einen sterben, der das Land vergrössern wollte. Meine Schwester wurde an der Realschule mit Messern bedroht. Man fand heraus, wer es war, aber es blieb folgenlos - nicht gerade förderlich für die Menschlichkeit.

 

1  Gelebte Menschlichkeit SOLIDARITÄT / Einer für alle, alle für einen  1  >

 

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